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BSI warnt vor aktiven Angriffen auf kritische GitLab-Schachstelle

Security · 15.9.2026

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor laufenden Angriffen auf GitLab-Instanzen über eine kritische Path-Traversal-Sicherheitslücke.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt eindringlich vor laufenden Cyberangriffen auf GitLab-Instanzen. Angreifer nutzen derzeit aktiv eine als kritisch eingestufte Path-Traversal-Sicherheitslücke aus, um unberechtigten Zugriff auf sensible Systeme zu erlangen. Betroffen sind insbesondere selbst gehostete GitLab-Installationen, die nicht auf dem aktuellen Patch-Stand sind. Über die Schwachstelle können Angreifer vertrauliche Daten auslesen und im schlimmsten Fall die Kontrolle über die betroffenen Entwicklungsumgebungen übernehmen.

Warum ist das wichtig?

GitLab hat sich in vielen Unternehmen und Organisationen im DACH-Raum als Standardwerkzeug für die Softwareentwicklung, Versionsverwaltung und Continuous Integration/Continuous Deployment (CI/CD) etabliert. Da in diesen Systemen hochsensible Daten wie proprietärer Quellcode, API-Schlüssel, Datenbank-Zugangsdaten und Passwörter hinterlegt sind, stellen sie ein primäres Ziel für Wirtschaftsspionage und Sabotage dar. Ein erfolgreicher Kompromiss einer GitLab-Instanz kann verheerende Auswirkungen auf die gesamte Software-Lieferkette (Supply Chain Security) eines Unternehmens haben, da Angreifer Schadcode direkt in produktive Softwareprojekte einschleusen könnten.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren und IT-Verantwortliche, die eigene GitLab-Instanzen betreiben, sollten unverzüglich Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um ihre Systeme vor potenziellen Angriffen zu schützen:

Fazit

Die aktive Ausnutzung der GitLab-Schachstelle unterstreicht das hohe Risiko, das von ungepatchten Entwicklungsumgebungen ausgeht. IT-Abteilungen müssen der Absicherung ihrer CI/CD-Pipelines höchste Priorität einräumen. Das zeitnahe Einspielen von Sicherheitsupdates ist hierbei die effektivste Schutzmaßnahme, um kostspielige Sicherheitsvorfälle und den Abfluss von geistigem Eigentum zu verhindern.

Quelle: Golem Security