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Kaspersky-Software gestört: Möglicher Zusammenhang mit Angriffen auf Infrastruktur

Security · 13.10.2026

Seit dem Wochenende kommt es bei Kaspersky-Sicherheitssoftware zu massiven Ausfällen. Ein Zusammenhang mit Cyberangriffen auf russische Rechenzentren liegt nahe.

Seit dem vergangenen Wochenende verzeichnen Nutzer von Kaspersky-Sicherheitslösungen erhebliche Funktionseinschränkungen oder komplette Ausfälle der Software. Berichten zufolge können Signatur-Updates nicht geladen werden und die Cloud-Anbindung der Schutzprogramme ist blockiert. Diese Störungen traten zeitlich auffallend parallel zu massiven Cyberangriffen auf russische IT-Infrastrukturen und Rechenzentren auf, von denen unter anderem auch der Suchmaschinenriese Yandex betroffen war.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren im DACH-Raum ist dieser Vorfall von hoher Relevanz, da er die geopolitische Verwundbarkeit von Sicherheitssoftware verdeutlicht. Wenn Cloud-basierte Schutzmechanismen und Signatur-Updates ausfallen, sinkt das Sicherheitsniveau der betroffenen Endpunkte schlagartig. Auch wenn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bereits vor längerer Zeit eine Warnung vor dem Einsatz von Kaspersky-Produkten ausgesprochen hat, sind diese in einigen Unternehmen und bei anspruchsvollen Privatnutzern nach wie vor aktiv. Ein Ausfall der Update-Server führt dazu, dass neue Bedrohungen nicht mehr rechtzeitig erkannt werden können.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Abteilungen, die noch Kaspersky-Lösungen einsetzen, sollten umgehend den Status ihrer Systeme prüfen. Folgende Maßnahmen werden dringend empfohlen:

Fazit

Die aktuellen Ausfälle zeigen einmal mehr, wie eng Cybersicherheit mit globalen Konflikten verknüpft ist. Für Unternehmen im DACH-Raum ist der reibungslose und vertrauenswürdige Bezug von Sicherheitsupdates essenziell, weshalb die Ausfallsicherheit der Update-Infrastruktur ein kritisches Kriterium bei der Herstellerauswahl sein muss.

Quelle: heise Security