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Internationaler Polizeischlag: 23 Jahre altes Sality-Botnetz zerschlagen

Security · 2.9.2026

Strafverfolgungsbehörden haben das langlebige Sality-Botnetz abgeschaltet, das weltweit und auch in Deutschland über 15.000 Windows-Systeme infiziert hatte.

Internationalen Strafverfolgungsbehörden ist ein bedeutender Schlag gegen die Cyberkriminalität gelungen. Das seit dem Jahr 2003 aktive Sality-Botnetz, das zuletzt noch über 15.000 Systeme weltweit kontrollierte, wurde erfolgreich zerschlagen. Auch in Deutschland waren zahlreiche Computer von dieser langlebigen Schadsoftware betroffen, die primär Windows-Infrastrukturen kompromittierte.

Warum ist das wichtig?

Sality gehört zu den ältesten und hartnäckigsten Malware-Familien der IT-Geschichte. Die Schadsoftware verbreitete sich vor allem über infizierte Wechselmedien wie USB-Sticks, Netzlaufwerke und ungepatchte Sicherheitslücken in Windows-Systemen. Einmal infiziert, wurden die Rechner Teil eines Peer-to-Peer-Botnetzes, das für Spam-Kampagnen, Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) und das Nachladen weiterer Schadsoftware genutzt wurde.

Für Unternehmen und Privatanwender im DACH-Raum zeigt dieser Fall eindringlich, dass unzureichend geschützte Netzwerke und veraltete Systeme über Jahrzehnte hinweg unbemerkt als Werkzeuge für Cyberkriminelle missbraucht werden können. Auch wenn die Kontrollserver nun abgeschaltet sind, verbleiben potenziell kompromittierte Altgeräte und infizierte Dateien in den lokalen Netzwerken.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Verantwortliche und Administratoren sollten diesen Ermittlungserfolg als Anlass nehmen, ihre Sicherheitsarchitektur zu überprüfen. Da sich Sality wie ein klassischer Computervirus in ausführbare Dateien einnistet, ist ein vollständiger Systemscan mit einem aktuellen Antiviren-Programm auf allen Endpunkten unerlässlich. Moderne Sicherheitslösungen erkennen die Signaturen der Malware zuverlässig.

Zudem müssen ältere Windows-Clients und Server, die möglicherweise noch ohne aktuelle Sicherheits-Updates betrieben werden, dringend isoliert oder außer Betrieb genommen werden. Die Durchsetzung einer konsequenten Patch-Management-Strategie und die Einschränkung von USB-Schnittstellen via Gruppenrichtlinien (GPOs) sind effektive Maßnahmen, um eine erneute Verbreitung ähnlicher Würmer im Unternehmensnetzwerk zu verhindern.

Fazit

Die Zerschlagung von Sality ist ein wichtiger Erfolg für die globale IT-Sicherheit. Sie verdeutlicht jedoch auch die enorme Langlebigkeit von Schadsoftware. Nur durch kontinuierliche Updates, moderne Endpoint-Protection und restriktive Zugriffsrechte lassen sich Netzwerke langfristig vor solchen Altlasten schützen.

Quelle: Golem Security