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Huntress-Analyse: Wie Angreifer Microsoft 365 und IT-Tools missbrauchen

Security · 27.10.2026

Ein neuer Report zeigt, dass Cyberkriminelle zunehmend legitime Administrations-Werkzeuge und Microsoft-365-Sitzungen kapern, um traditionelle Sicherheitsbarrieren zu umgehen.

Sicherheitsforscher von Huntress haben im aktuellen "Tragic Quadrant"-Report analysiert, welche Cyberbedrohungen Unternehmen derzeit am härtesten treffen. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Angreifer verzichten zunehmend auf auffällige Schadsoftware und missbrauchen stattdessen bereits vorhandene, legitime IT-Verwaltungswerkzeuge sowie aktive Microsoft-365-Sitzungen. Diese Taktiken ermöglichen es Cyberkriminellen, unentdeckt zu bleiben und traditionelle Sicherheitslösungen effektiv zu umgehen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren in der DACH-Region verdeutlicht diese Entwicklung eine Verschiebung der Bedrohungslage. Klassische Antivirensoftware greift oft zu kurz, wenn Angreifer mit den bordeigenen Mitteln des Systems agieren („Living off the Land“). Besonders brisant ist der Diebstahl von Microsoft-365-Sitzungstoken (Session Hijacking): Durch Adversary-in-the-Middle-Angriffe (AiTM) hebeln Angreifer selbst die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aus. Da diese Angriffe im Kontext legitimer Benutzerkonten und Werkzeuge stattfinden, bleiben sie im normalen IT-Betrieb oft über Tage oder Wochen unbemerkt, während sensible Unternehmensdaten abfließen oder Ransomware-Angriffe vorbereitet werden.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Um sich vor diesen subtilen Angriffsmethoden zu schützen, müssen Unternehmen ihre Sicherheitsstrategie anpassen und proaktiv handeln:

Fazit

Der Schutz moderner IT-Infrastrukturen erfordert heute mehr als nur den Blick auf bekannte Malware-Signaturen. Nur durch eine kontinuierliche Verhaltensanalyse und restriktive, kontextbasierte Zugriffskontrollen in Microsoft 365 und im lokalen Netzwerk können Administratoren den Missbrauch legitimer Werkzeuge effektiv unterbinden.

Quelle: BleepingComputer