Security · 5.9.2026
Eine ungepatchte Sicherheitslücke in Magento Open Source und Adobe Commerce ermöglicht es Angreifern, Schadcode ohne Anmeldung auf Online-Shop-Servern auszuführen.
Angreifer nutzen derzeit eine neue, bislang ungepatchte Zero-Day-Sicherheitslücke in Magento Open Source und Adobe Commerce aktiv aus. Wie das Sicherheitsunternehmen Sansec berichtet, ermöglicht diese Schwachstelle die Remotecodeausführung (RCE) auf dem Server des betroffenen Online-Shops, ohne dass sich die Angreifer zuvor authentifizieren müssen. Über diese Lücke schleusen Cyberkriminelle Schadcode ein, um dauerhafte Backdoors zu installieren und sensible Daten zu stehlen.
Für Unternehmen im DACH-Raum, die im E-Commerce tätig sind und auf Adobe Commerce oder das weit verbreitete Magento setzen, stellt diese Zero-Day-Lücke ein kritisches Risiko dar. Da kein Login erforderlich ist, können automatisierte Angreifer-Bots Webshops im großen Stil scannen und kompromittieren. Ein erfolgreicher Einbruch führt in der Regel zum sogenannten Web-Skimming, bei dem Zahlungs- und Kundendaten direkt beim Bezahlvorgang abgefangen werden. Dies zieht nicht nur massive finanzielle Schäden nach sich, sondern verstößt auch empfindlich gegen die strengen Vorgaben der DSGVO, was hohe Bußgelder zur Folge haben kann.
Da für diese Schwachstelle zum Zeitpunkt der Meldung noch kein offizieller Sicherheits-Patch von Adobe bereitsteht, müssen Administratoren und IT-Verantwortliche sofort temporäre Schutzmaßnahmen ergreifen. Die folgenden Schritte werden dringend empfohlen:
Die unerkannte Ausnutzung von Zero-Day-Lücken in E-Commerce-Systemen erfordert von IT-Abteilungen eine proaktive Verteidigungsstrategie. Ohne sofortige Behelfsmaßnahmen riskieren Betreiber von Magento-Shops gravierende Sicherheitsvorfälle, noch bevor ein offizieller Patch installiert werden kann.
Quelle: The Hacker News