Security · 3.10.2026
Die mutmaßlich aus China stammende Hackergruppe Warlock nutzt Schwachstellen in Microsoft SharePoint aus, um Sicherheitswerkzeuge zu deaktivieren und Ransomware zu verteilen.
Der mutmaßlich staatlich gestützte Akteur „Warlock“ nutzt gezielt Schwachstellen in Microsoft SharePoint aus, um in Netzwerke einzudringen, Sicherheitslösungen zu deaktivieren und anschließend Ransomware zu verteilen. Berichten von Sicherheitsanalysten zufolge kombiniert die Gruppe dabei bekannte ältere Sicherheitslücken mit neueren Schwachstellen. Obwohl der aktuelle Schwerpunkt der Angriffe auf spanisch- und portugiesischsprachige Regionen liegt, verdeutlicht die Kampagne das anhaltende Risiko für SharePoint-Infrastrukturen weltweit.
Für IT-Verantwortliche und Administratoren im DACH-Raum ist diese Bedrohungslage von hoher Relevanz. Da Microsoft SharePoint in vielen mittleren und großen Unternehmen als zentrale Plattform für Dokumentenmanagement und Zusammenarbeit etabliert ist, stellen Schwachstellen in diesem Dienst ein kritisches Einfallstor dar. Die Taktik von Warlock, gezielt lokale Sicherheitssoftware wie Antiviren-Programme oder Endpoint-Detection-and-Response-Systeme (EDR) vor dem eigentlichen Verschlüsselungsvorgang zu deaktivieren, hebelt klassische Schutzmaßnahmen aus. Dies zeigt, dass herkömmliche signaturbasierte Erkennungsmethoden allein nicht ausreichen, um hochentwickelte Angriffe abzuwehren.
Administratoren sollten umgehend Maßnahmen ergreifen, um ihre SharePoint-Umgebungen abzusichern:
Der Fall Warlock demonstriert erneut, dass veraltete Software-Stände ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Nur durch ein konsequentes Patch-Management und eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur lassen sich SharePoint-Infrastrukturen wirksam vor komplexen Ransomware-Angriffen schützen.
Quelle: The Hacker News