Security · 2.10.2026
Eine mutmaßlich aus China stammende Ransomware-Gruppe nutzt bekannte Sicherheitslücken in Microsoft SharePoint aus, um kritische Infrastrukturen weltweit zu kompromittieren.
Die unter dem Namen "Warlock" bekannte Ransomware-Gruppierung nimmt verstärkt kritische Infrastrukturen ins Visier. Berichten zufolge verschafften sich die Angreifer über bekannte Sicherheitslücken in Microsoft SharePoint unbefugten Zugriff auf die Netzwerke von Wasserversorgern, Telekommunikationsanbietern und Behörden. Durch die Ausnutzung dieser Schwachstellen gelang es den Akteuren, Schadsoftware zu platzieren und sensible Daten zu verschlüsseln.
Der Vorfall verdeutlicht erneut, dass ungepatchte On-Premise-Installationen von Microsoft-Anwendungen wie SharePoint ein primäres Einfallstor für hochentwickelte Bedrohungsakteure darstellen. Auch Unternehmen und Organisationen im DACH-Raum, insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS), stehen im Fokus solcher Kampagnen. Da SharePoint häufig zentrale Dokumentenablagen und sensible interne Daten hostet, führt eine Kompromittierung meist direkt zum Abfluss geschäftskritischer Informationen und zur Lahmlegung von Betriebsabläufen. Die Verpflichtungen aus der EU-Richtlinie NIS-2 erhöhen zudem den Druck auf IT-Verantwortliche, solche bekannten Einfallstore unverzüglich zu schließen, um empfindliche Sanktionen zu vermeiden.
Administratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche müssen umgehend handeln, um ihre Systeme vor ähnlichen Angriffen zu schützen. Folgende Maßnahmen sollten prioritär umgesetzt werden:
Die Angriffe der Warlock-Gruppe zeigen, dass Cyberkriminelle gezielt nach bekannten, aber ungesicherten Schwachstellen in weit verbreiteter Microsoft-Software suchen. Ein stringentes Patch-Management und eine moderne Lizenzierungsstrategie sind die wirksamsten Verteidigungslinien, um das Risiko einer Ransomware-Infektion zu minimieren.
Quelle: BleepingComputer