Zum Hauptinhalt springen

Aktive Angriffe auf Sicherheitslücken in Cisco ISE, Acronis Backup und Google Pixel

Security · 17.9.2026

IT-Verantwortliche sollten dringend patchen: Angreifer nutzen derzeit kritische Schwachstellen in Cisco Identity Services Engine, Acronis Backup und Google-Pixel-Smartphones aus.

Mehrere Sicherheitsbehörden und Hersteller warnen vor der aktiven Ausnutzung kritischer Schwachstellen in weit verbreiteten IT-Systemen. Betroffen sind die Netzwerk-Zugangskontrolle Cisco Identity Services Engine (ISE), die Hosting-Erweiterung Acronis Backup für cPanel/WHM sowie Smartphones der Google-Pixel-Reihe. Da für alle genannten Schwachstellen bereits funktionierende Exploits im Umlauf sind und diese aktiv missbraucht werden, besteht für Administratoren dringender Handlungsbedarf.

Warum ist das wichtig?

Für Unternehmen im DACH-Raum stellt insbesondere die Schwachstelle in Cisco ISE ein erhebliches Risiko dar. Da diese Appliance als zentraler Gatekeeper für den Netzwerkzugriff dient, kann eine Kompromittierung Angreifern weitreichende Rechte im gesamten Unternehmensnetzwerk einräumen. Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, über manipulierte Web-Schnittstellen unbefugt Befehle auszuführen. Ähnlich kritisch ist die Situation bei Webhostern und Dienstleistern, die Acronis Backup in Verbindung mit den Administrations-Panels cPanel/WHM oder Plesk einsetzen. Hier gefährdet ein Fehler die Integrität von Backups und Systemressourcen. Die Lücke in den Google-Pixel-Geräten betrifft wiederum die Firmware-Ebene und wird bereits gezielt ausgenutzt, was auch für mobile Endgeräte von Führungskräften ein reales Bedrohungsszenario darstellt.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren müssen unverzüglich die entsprechenden Updates und Patches der Hersteller einspielen. Für die Cisco Identity Services Engine stehen Hotfixes bereit, die unmittelbar über das Cisco-Portal bezogen werden sollten. Systemintegratoren und Hoster, die das Acronis-Plugin für cPanel oder Plesk nutzen, müssen sicherstellen, dass die neueste Version der Backup-Software installiert ist, um das Risiko einer Remotebefehlsausführung zu minimieren. Bei Google-Pixel-Smartphones sollte das aktuelle Sicherheitsupdate unverzüglich über die Systemeinstellungen erzwungen werden. Generell empfiehlt es sich, den Netzwerkverkehr zu den Admin-Schnittstellen von Cisco ISE zu beschränken und den Zugriff nur aus vertrauenswürdigen Management-Netzen zu erlauben.

Fazit

Die Gleichzeitigkeit dieser aktiven Angriffe verdeutlicht, dass sowohl mobile Endgeräte als auch tief in der Infrastruktur verankerte Sicherheits- und Backup-Systeme kontinuierlich im Visier professioneller Angreifer stehen. Ein strukturiertes Patch-Management bleibt die wichtigste Verteidigungslinie für IT-Verantwortliche.

Quelle: heise Security