Security · 21.10.2026
Google hat den Webbrowser Chrome auf Version 156 aktualisiert und behebt damit über 350 teils kritische Sicherheitslücken. Administratoren sollten das Update zügig ausrollen.
Google hat die neueste Hauptversion seines Webbrowsers Chrome veröffentlicht. Mit dem Update auf Chrome 156 schließt der Technologiekonzern insgesamt 353 Sicherheitslücken. Viele dieser Schwachstellen wurden im Rahmen des hauseigenen Vulnerability-Reward-Programms von externen Sicherheitsforschern gemeldet und als hochriskant eingestuft.
Für IT-Verantwortliche und Systemadministratoren in der DACH-Region stellt dieses Update eine dringende Priorität dar. Da Google Chrome in den meisten Unternehmensnetzwerken als Standardbrowser oder zumindest als kritische Sekundäranwendung genutzt wird, bieten ungepatchte Browser ein massives Einfallstor für Cyberangriffe. Ein erfolgreicher Exploit einer dieser über 300 Sicherheitslücken könnte im schlimmsten Fall zur Remotecodeausführung (RCE) führen, wodurch Angreifer Schadsoftware im internen Netzwerk platzieren oder sensible Unternehmensdaten abgreifen könnten. Auch anspruchsvolle Privatnutzer sind gefährdet, da Angreifer präparierte Webseiten nutzen können, um Systeme beim bloßen Vorbeisurfen (Drive-by-Downloads) zu kompromittieren.
Unternehmen sollten das Update auf Version 156 umgehend über ihre zentralen Softwareverteilungssysteme wie Microsoft Intune, SCCM oder entsprechende Gruppenrichtlinien an alle Client-Rechner im Netzwerk verteilen. Für Administratoren ist es ratsam, die erfolgreiche Installation über ein automatisiertes Audit im Nachgang zu überprüfen.
Privatnutzer können das Update manuell anstoßen, indem sie im Chrome-Menü auf die drei Punkte oben rechts klicken, anschließend Hilfe und dann Über Google Chrome auswählen. Der Browser sucht dann automatisch nach der neuesten Version und installiert diese. Nach dem Update ist ein vollständiger Neustart des Browsers zwingend erforderlich, um die Patches vollständig zu aktivieren.
Die schiere Masse an behobenen Schwachstellen in Chrome 156 unterstreicht die Notwendigkeit einer proaktiven Patch-Politik in modernen IT-Infrastrukturen. Ein verzögertes Einspielen dieser Sicherheitsupdates gefährdet die Unternehmensnetzwerke sowie die Compliance-Vorgaben im Betrieb unnötig.
Quelle: Golem Security