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WeChat: Sicherheitslücke „WeWorm“ ermöglichte Zero-Click-Kontoübernahmen

Security · 8.9.2026

Eine von einer KI entdeckte Schwachstelle in WeChat hätte die Übernahme von einer Milliarde Nutzerkonten per Zero-Click-Wurm ermöglicht. Die Lücke ist inzwischen geschlossen.

Eine kritische Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Messenger- und Multifunktions-App WeChat hätte die Übernahme von bis zu einer Milliarde Benutzerkonten ermöglicht. Die als „WeWorm“ bekannte Schwachstelle wurde mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) entdeckt und erlaubt einen sogenannten Zero-Click-Angriff, bei dem Opfer nicht einmal mit einer Nachricht interagieren müssen. Der Betreiber Tencent hat die Schwachstelle nach der verantwortungsvollen Offenlegung durch die Sicherheitsforscher bereits behoben.

Warum ist das wichtig?

WeChat ist im asiatischen Raum das dominierende digitale Ökosystem und wird auch von zahlreichen europäischen Unternehmen genutzt, die Geschäftsbeziehungen nach China oder in andere asiatische Märkte pflegen. Für DACH-Unternehmen, deren Mitarbeiter WeChat auf Dienstgeräten installiert haben, stellte diese Lücke ein massives Spionagerisiko dar. Ein erfolgreicher Angriff hätte nicht nur private Chats, sondern auch sensible Unternehmenskommunikation und Zugangsdaten kompromittieren können. Zudem zeigt die Entdeckung durch eine KI, dass die automatisierte Suche nach Schwachstellen durch maschinelles Lernen eine neue Qualitätsstufe erreicht hat – ein Trend, auf den sich IT-Verantwortliche auch bei anderen Software-Suiten einstellen müssen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Da die Schwachstelle serverseitig und durch App-Updates bereits geschlossen wurde, sollten IT-Verantwortliche und Administratoren folgende Schritte prüfen:

Fazit

Die Entdeckung von „WeWorm“ verdeutlicht das immense Bedrohungspotenzial von Zero-Click-Schwachstellen, insbesondere wenn sie durch KI-gestützte Analysetools automatisiert aufgedeckt werden. Für IT-Sicherheitsbeauftragte in DACH-Unternehmen unterstreicht dieser Vorfall die Notwendigkeit, auch vermeintlich isolierte Kommunikationskanäle streng zu überwachen und durch mobile Sicherheitsrichtlinien abzusichern.

Quelle: heise Security