Security · 20.10.2026
Inoffizielle KI-Workflows und No-Code-Anwendungen bergen erhebliche Sicherheitsrisiken. IT-Abteilungen müssen jetzt mit Governance-Regeln gegensteuern.
In modernen Arbeitsumgebungen erstellen Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse zunehmend eigene Arbeitsabläufe mithilfe von KI und Low-Code/No-Code-Plattformen. Was die Produktivität kurzfristig steigert, entwickelt sich für IT-Sicherheitsverantwortliche zu einer wachsenden Herausforderung durch unkontrollierten Code. Ohne zentrale Überwachung entstehen so neue Einfallstore für Datenabflüsse und Compliance-Verstöße.
Für Unternehmen in der DACH-Region verschärft dieser Trend die Risiken im Bereich der Schatten-IT erheblich. Da diese selbstgebauten Workflows oft sensible Kundendaten, CRM-Systeme oder interne Kommunikationskanäle wie Microsoft Teams und Slack miteinander verknüpfen, geraten datenschutzrechtliche Vorgaben wie die DSGVO schnell ins Hintertreffen. IT-Leiter und Administratoren stehen vor der Herausforderung, Anwendungen absichern zu müssen, von deren Existenz sie im Zweifel keine Kenntnis haben. Auch der unbedachte Einsatz von KI-Integrationen, die vertrauliche Unternehmensdaten an externe Server übertragen, stellt ein massives Sicherheitsrisiko dar.
IT-Verantwortliche müssen proaktiv handeln, um die Kontrolle über die interne Anwendungslandschaft zurückzugewinnen. Folgende Schritte sind dringend zu empfehlen:
Die Demokratisierung der Softwareentwicklung durch KI bietet enorme Produktivitätsvorteile, darf jedoch nicht zulasten der Informationssicherheit gehen. Nur durch eine Kombination aus technischen Kontrollen und einer transparenten Freigabekultur lässt sich das Risiko von unkontrolliertem Code im Unternehmen effektiv minimieren.
Quelle: The Hacker News