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Windows 11 on ARM: Microsoft meldet signifikante Fortschritte bei App-Kompatibilität

Microsoft · 28.8.2026

Microsoft verzeichnet ein starkes Wachstum bei der Software-Unterstützung für Windows 11 auf ARM-Plattformen und meldet über 7.000 kompatible Anwendungen.

Microsoft hat neue Zahlen zur App-Kompatibilität von Windows 11 auf ARM-Architekturen veröffentlicht und verzeichnet dort ein deutliches Wachstum. Laut Angaben des Unternehmens laufen inzwischen über 7.000 Anwendungen entweder nativ auf der ARM-Plattform oder wurden speziell dafür optimiert. Dieser Meilenstein soll den Übergang zu energieeffizienten Geräten im geschäftlichen Umfeld beschleunigen.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Entscheider und Administratoren in der DACH-Region war die mangelnde Softwarekompatibilität bisher das Hauptargument gegen den Einsatz von ARM-basierten Windows-Clients. Da viele geschäftskritische Anwendungen und Legacy-Software primär für klassische x86- und x64-Architekturen entwickelt wurden, stellten Emulationsschichten oft ein Performance- und Stabilitätsrisiko dar. Die wachsende Zahl an nativen ARM-Apps zeigt jedoch, dass die Entwicklerlandschaft zunehmend reagiert. Insbesondere gängige Produktivitäts-, VPN- und Sicherheitssoftware wird kontinuierlich angepasst. Für Unternehmen bedeutet dies eine realistischere Option, von den Vorteilen der ARM-Architektur – wie längeren Akkulaufzeiten und geringerer Wärmeentwicklung bei Notebooks – zu profitieren, ohne kritische Einschränkungen im Arbeitsalltag befürchten zu müssen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Unternehmen, die eine Migration oder den teilweisen Rollout von ARM-Hardware (wie Geräten mit Qualcomm-Prozessoren) in Betracht ziehen, sollten vorab eine detaillierte Software-Inventur durchführen. Administratoren müssen prüfen, ob die im Unternehmen eingesetzten Werkzeuge – insbesondere Antiviren-Software, lokale Verschlüsselungstools und spezialisierte Branchensoftware – bereits nativ für ARM64 vorliegen. Es empfiehlt sich, vor der Beschaffung Teststellungen einzurichten, um die Emulationsleistung nicht-nativer Apps zu evaluieren. Zudem sollten bestehende Lizenzvereinbarungen geprüft werden, da einige Softwarehersteller für die Nutzung auf ARM-Systemen angepasste Lizenzmodelle oder spezifische Editionen vorschreiben.

Fazit

Die ARM-Plattform verlässt schrittweise ihre Nische und gewinnt an Reife. Mit dem Erreichen dieser Kompatibilitätsmarke legt Microsoft ein wichtiges Fundament für die Akzeptanz im Enterprise-Segment. Eine sorgfältige Validierung der eigenen Software-Infrastruktur bleibt für IT-Abteilungen vor einem Hardware-Wechsel dennoch unerlässlich.

Quelle: WinFuture