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Windows 11: Microsoft blockiert ReFS auf Wechselmedien

Microsoft · 19.10.2026

Microsoft schränkt die Nutzung des eigenen Dateisystems ReFS ein: Ab Januar 2026 lassen sich damit formatierte USB-Sticks unter Windows 11 nicht mehr ohne Weiteres nutzen.

Microsoft wird ab Januar 2026 die Unterstützung für das hauseigene Resilient File System (ReFS) auf USB-Sticks und anderen externen Wechselmedien unter Windows 11 einschränken. Betroffene USB-Speichermedien werden vom Betriebssystem dann standardmäßig blockiert und lassen sich nicht mehr ohne Weiteres auslesen oder beschreiben. Diese Änderung betrifft vor allem Administratoren und Power-User, die ReFS aufgrund seiner hohen Datensicherheit und der Widerstandsfähigkeit gegen schleichenden Datenverlust auf externen Datenträgern nutzen.

Warum ist das wichtig?

ReFS gilt als moderner Nachfolger von NTFS und wird insbesondere in Enterprise-Umgebungen für Server und Speicherpools eingesetzt. Einige IT-Abteilungen und anspruchsvolle Anwender nutzen das robuste Dateisystem auch auf externen SSDs und USB-Sticks, um von den integrierten Mechanismen zur Datenintegrität und der automatischen Fehlerkorrektur zu profitieren. Durch die bevorstehende Blockade droht ab Januar ein plötzlicher Datenzugriffsverlust im operativen Alltag, wenn Wechselmedien in Unternehmen an Windows-11-Clients angeschlossen werden. Der Zugriff wird dann verweigert, was sensible Arbeitsabläufe erheblich stören kann.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Administratoren sollten umgehend inventarisieren, ob und auf welchen mobilen Speichermedien in ihrer Organisation ReFS im Einsatz ist. Betroffene Daten müssen vor dem Stichtag im Januar auf Datenträger mit NTFS- oder exFAT-Formatierung migriert werden. Für Szenarien, in denen ReFS auf externen Medien vorerst zwingend erforderlich ist, existieren zwar Registry-Workarounds, diese sollten in produktiven Unternehmensumgebungen jedoch nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass Microsoft diese Umwege in zukünftigen Updates vollständig schließen wird. Zudem empfiehlt es sich, die internen Richtlinien für die Nutzung von USB-Speichermedien entsprechend anzupassen.

Fazit

Der Schritt von Microsoft verdeutlicht die Strategie, ReFS primär auf interne Enterprise-Speicherlösungen und Server-Betriebssysteme zu beschränken. Für IT-Verantwortliche im DACH-Raum bedeutet dies akuten Handlungsbedarf, um Ausfälle beim Datenaustausch im neuen Jahr zu verhindern.

Quelle: Golem Security