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Windows 11: Microsoft entfernt PC-zu-PC-Migration aus Windows Backup

Microsoft · 10.9.2026

Microsoft streicht überraschend die lokale Datenübertragung zwischen Computern aus der Windows-Backup-App. Administratoren müssen auf Alternativen ausweichen.

Microsoft hat kurzfristig eine geplante Funktion aus der Windows-Backup-App für Windows 11 entfernt. Mit dem neuesten optionalen Vorschau-Update für Ende September wird die Möglichkeit gestrichen, Daten im Rahmen einer lokalen PC-zu-PC-Migration direkt zwischen zwei Geräten zu übertragen. Diese Entscheidung schränkt die Flexibilität des integrierten Backup-Tools ein und zwingt Nutzer verstärkt in die Cloud-Infrastruktur des Herstellers.

Warum ist das wichtig?

Für IT-Verantwortliche und Administratoren in Unternehmen ist diese Änderung von hoher Relevanz. Die lokale Migration war eine datenschutzfreundliche Methode, um Benutzerdaten und Einstellungen ohne den Umweg über ein Microsoft-Konto oder OneDrive auf neue Hardware zu übertragen. Durch den Wegfall dieser Funktion erhöht sich die Abhängigkeit von Cloud-Diensten. In streng regulierten Branchen oder Unternehmen mit strikten Compliance-Vorgaben im DACH-Raum ist die obligatorische Nutzung von OneDrive für Backups oft keine Option. Auch anspruchsvolle Privatnutzer, die ihre Daten lieber lokal verwalten, verlieren damit ein praktisches Bordmittel zur Systemeinrichtung.

Was Nutzer jetzt tun sollten

IT-Abteilungen sollten ihre bestehenden Migrationsprozesse umgehend überprüfen. Wenn die Bereitstellung neuer Clients ansteht, sollten Administratoren auf bewährte, lokale Alternativen setzen. Dazu gehören das User State Migration Tool (USMT) von Microsoft für automatisierte Deployments oder professionelle Drittanbieter-Lösungen. Für den reinen Datenübertrag bleibt zudem das manuelle Kopieren über Netzwerklaufwerke oder externe Datenträger die sicherste Option. Falls Cloud-Backups im Unternehmen zulässig sind, muss zudem sichergestellt werden, dass die entsprechenden OneDrive-Speicherpläne und Sicherheitsrichtlinien korrekt konfiguriert sind.

Quelle: Dr. Windows