Security · 23.10.2026
KI-Assistenten können über manipulierte E-Mails und Webseiten missbraucht werden. IT-Verantwortliche müssen jetzt handeln, um Datenabfluss zu verhindern.
KI-Assistenten erhalten zunehmend weitreichende Berechtigungen, um im Arbeitsalltag eigenständig E-Mails zu lesen, Dokumente zu erstellen oder Schnittstellen anzusprechen. Sicherheitsforschende warnen jedoch eindringlich davor, dass diese Systeme über manipulierte externe Daten wie E-Mails, Webseiten oder Plugins manipuliert werden können. Angreifer sind so in der Lage, die legitimen Berechtigungen der Agenten zu missbrauchen, um sensible Daten abzugreifen oder unerwünschte Aktionen auszuführen.
Zahlreiche Unternehmen im DACH-Raum integrieren KI-Schnittstellen wie Microsoft Copilot oder spezialisierte Automatisierungs-Bots in ihre Geschäftsprozesse. Da diese Agenten im Kontext des jeweiligen Angestellten agieren, besitzen sie oft weitreichenden Zugriff auf interne Datenbanken und vertrauliche Dokumente. Wenn ein Angreifer eine präparierte E-Mail an ein Postfach sendet, das von einem KI-Agenten ausgelesen wird, kann der Bot durch versteckte Anweisungen (indirekte Prompt-Injection) dazu gebracht werden, Daten an externe Server weiterzuleiten oder wichtige Dateien zu löschen. Dies gefährdet die IT-Sicherheit und die Compliance im Unternehmen direkt.
IT-Verantwortliche und Systemadministratoren müssen dringend proaktive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Risiken beim Einsatz von KI-Agenten zu minimieren:
Die Effizienzgewinne durch autonome KI-Assistenten sind unbestritten, doch die Sicherheitsmechanismen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Nur durch restriktive Rechtevergabe und menschliche Kontrollinstanzen lässt sich der Missbrauch von KI-Systemen in Unternehmensnetzwerken effektiv verhindern.
Quelle: BleepingComputer