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Zero-Day-Lücke StyleSmuggler bedroht Adobe Commerce und Magento

Security · 7.9.2026

Eine ungepatchte Sicherheitslücke namens StyleSmuggler in Magento und Adobe Commerce wird derzeit aktiv für Angriffe auf Onlineshops ausgenutzt.

Onlineshops, die auf den E-Commerce-Plattformen Magento oder Adobe Commerce basieren, sind derzeit akut durch eine ungepatchte Sicherheitslücke namens „StyleSmuggler“ gefährdet. Angreifer nutzen diese Schwachstelle bereits aktiv aus, um Schadcode einzuschleusen und sensible Kundendaten abzugreifen. Da noch kein offizieller Sicherheits-Patch des Herstellers Adobe zur Verfügung steht, besteht für Betreiber von Webshops dringender Handlungsbedarf.

Warum ist das wichtig?

Sowohl Magento als auch Adobe Commerce sind im DACH-Raum weit verbreitete Lösungen für mittelständische und große Onlineshops. Ein erfolgreicher Angriff über die StyleSmuggler-Lücke ermöglicht es Cyberkriminellen unter anderem, Kreditkartendaten und persönliche Informationen von Kunden direkt beim Bezahlvorgang abzufangen (sogenanntes E-Skimming). Für Unternehmen birgt dies nicht nur erhebliche finanzielle Risiken durch Schadensersatzforderungen, sondern auch weitreichende Reputationsschäden und potenzielle Verstöße gegen die DSGVO. Da die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird, ist das Risiko für ungepatchte Systeme als extrem hoch einzustufen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Da Adobe bislang keinen finalen Patch veröffentlicht hat, müssen IT-Verantwortliche und Webmaster temporäre Schutzmaßnahmen ergreifen. Es wird dringend empfohlen, die Web Application Firewall (WAF) so zu konfigurieren, dass verdächtige Anfragen, die auf diese Schwachstelle abzielen, blockiert werden. Zudem sollten die Integrität des Shop-Quellcodes und die Datenbanken auf unautorisierte Änderungen oder verdächtige Skripte überprüft werden.

Fazit

Die StyleSmuggler-Lücke zeigt erneut, wie verwundbar moderne E-Commerce-Infrastrukturen ohne proaktive Absicherung sind. Bis zur Bereitstellung eines offiziellen Updates durch Adobe müssen Administratoren ihre Systeme manuell härten und den Datenverkehr intensiv überwachen, um potenziellen Datenabfluss zu verhindern.

Quelle: heise Security